Wilhelm Furtwängler über Karlrobert Kreiten

„ ... Mit Entsetzen hörte ich über das Schicksal von Karlrobert Kreiten. Im Sommer [1943], als ich zuerst von seiner Verhaftung hörte, habe ich mich sofort mit einem höheren Offizier des Sicherheitsdienstes in Beziehung gesetzt und getan, was mir irgend zu tun möglich war, um auf seine Qualitäten als Künstler und seine, soweit mir bekannt, völlig unpolitische Persönlichkeit hinzuweisen. Und als ich im Sommer Berlin verließ, glaubte ich, wie Sie ja alle auch, daß die ganze Sache eine günstige Wendung genommen hatte. Und dann dies Ende! Ich versichere Ihnen, daß ich Ihren Schmerz mitfühle und teile. Ich erinnere mich sehr gut an die letzten Male, da ich ihn spielen gehört habe. Hier ist eine wirkliche, echte, große Hoffnung begraben worden. Vor allem bitte ich Sie, der armen Mutter, deren Lebensinhalt der Sohn war, zu sagen, wie sehr ich Anteil nehme an diesem Schicksal.“

(aus einem Brief Wilhelm Furtwänglers)






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